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Anfang 1984 traf sich auf Initiative von Hans Werner Heymann ein gutes Dutzend Sängerinnen und Sänger, um zur eigenen Freude Chormusik aller Epochen einzustudieren. Aus dieser Keimzelle entwickelte sich recht bald der „Ostwestfälische Kammerchor Bielefeld“. Die Mitgliederzahl liegt seit Ende der achtziger Jahre zwischen 32 und 42.
Proben finden in der Regel "wöchentlich" statt. Dazu kommt einmal jährlich ein Chorwochenende. Neben halb öffentlichen Auftritten (z.B. Konzerten in sozialen Einrichtungen) veranstaltet der Chor jedes Jahr mehrere öffentliche Konzerte.
Zu den Höhepunkten der Choraktivitäten zählen die Konzertreisen: 1988 und 1991 besuchte der Chor die Bielefelder Partnerstadt Nowgorod (Russland), 1989 die ehemalige DDR (Eberswalde und Neuruppin), 1992 die Partnerstadt Rzeszów (Polen) und 1993 Rostock und Güstrow. 1995 unternahm der Chor eine Konzertreise in die Toscana, im Herbst 1996 in den Ostharz (Wernigerode, Ilsenburg) und im Herbst 1998 nach Ungarn (Budapest und Umgebung). Das nächste Reiseziel im Oktober 2000 war Perugia (Umbrien) und im Sommer 2003 Frankfurt/M.
In den Herbstferien 2005 begab sich der Chor erneut auf eine Konzertreise - dieses Mal auf die Ferieninsel Mallorca. Neben dem Besichtigungs- und Wanderprogramm gaben wir auch zwei gut besuchte Konzerte in Paguera und Cala Ratjada vor zumeist deutschem Publikum (darunter auch etlichen Bielefeldern...). Außerdem durften wir sogar in der Kathedrale in Palma einige Stücke zu Gehör bringen.
Durch die Reisen ergaben sich intensive Chor-Partnerschaften: Der „Akademische Chor Nowgorod“ besuchte Bielefeld 1989 und 1993 auf Einladung des Ostwestfälischen Kammerchors. Im Juni 1993 kam der „Knaben- und Männerchor an der Kathedrale in Rzeszów“ zu einem Gegenbesuch, im September 1994 der „Kammerchor der Neptunwerft Rostock“, im Juni 2002 der deutsch-schwedische Chor „Svensk Ton“ aus Frankfurt.
Das Repertoire des Chores reicht von spät mittelalterlicher Musik bis hin zu Werken lebender Komponist(inn)en. Es umfasst weltliche und geistliche Musik sowie auch U-Musik-Arrangements. Die im Jahresturnus erarbeiteten Programme stehen unter einem Rahmenthema z.B. „Musikalisches Bestiarium“ (1988), „Musik von Komponistinnen“ (1991), „Musikalischer Humor“ (1992), „Klassische Moderne“ (1993), „America“ (1995), „Musica sacra“ (1998), „Voices & Rhythm“ (2000) - Streifzüge durch Rock, Pop, Blues, Rap und Musical, „Nahezu Sprachlos“ (2001) - Instrumentalmusik Vokal und Vokalmusik instrumental, „Luft, Feuer, Wasser, Erde“ (2002) - Abschiedskonzert von Hans Werner Heymann.
Nach seinem beruflich bedingten Umzug nach Siegen übernahm Annegret Rey die musikalische Leitung des Chores.
Begegnungskonzert (2003) - gemeinsames Konzert in Frankfurt mit “Svensk Ton“, „Querbeet durch 20 Jahre“ (03/2004) - Jubiläumskonzert, “Nacht der Klänge“ (05/2004) - Auftritt in der Universität Bielefeld mit erstmaliger Bekanntgabe des neuen Chornamens „Vocapella Bielefeld“ und erneuter Teilnahme im Mai 2006 mit einem abwechselnden Programm mit dem Chor "Eine Frau für jede Tonart" - ebenfalls unter Leitung von Annegret Rey. „Vocapella singt tierisch zyklisch“ ist der Titel unseres letzten Konzertes (21.05.2005) mit Werken u.a. von Johannes Brahms, Arnold Mendelssohn und Klaus Stahmer, welches wir am 30.10.2005 in Halle Westf. wiederholt haben.
Im Herbst 2005 ging das Musikprojekt "Mischwald" unter Beteiligung verschiedener Chöre aus Bielefeld (Quintenkomplott, Cantabella, Terz in Takt) nach 2003 bereits in die 2. Runde und auch bei der 2006 wieder in der Universität Bielefeld stattfindenden „Nacht der Klänge“ war Vocapella wieder mit dabei.
Gemeinsam mit dem Woza-Chor veranstaltete Vocapella im September 2006 ein Benefizkonzert zu Gunsten des Vereins "Heim-statt Tschernobyl", da sich das Unglück von Tschernobyl zum 20sten Male jährte und die Menschen in dieser Region immer noch Unterstützung brauchen.
In unserem geistlichen Konzert „Verleih uns Frieden“ am 04.11.06 schlugen wir einen weiten Bogen vom Barock bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in der geistlichen Chorliteratur.
Regelmäßig tritt Vocapella auch bei einer Gedenkstunde im Städt. Krankenhaus Bielefeld-Mitte auf, in der der im Krankenhaus Verstorbenen der letzten Monate gedacht wird. Ebenso ist das Singen im Lutherstift, einem Bielefelder Altenheim, schon fast zur festen Einrichtung im Advent und vor den Sommerferien geworden, bei dem die Bewohner auch immer einige Lieder zusammen mit dem Chor anstimmen.
Auf dem Weihnachtsmarkt 2006 sammelten wir mit kurzen Auftritten Geld für Ithembeni, einer Tagesstätte für geístig und körperlich behinderte Kinder in Kapstadt/Südafrika.
Im Frühjahr 2007 ging es gleich doppelt konzertant weiter. Wegen des Erfolges des letzten geistlichen Konzertes wiederholten wir dieses in der Thomaskirche in Schildesche und gestalteten am 25.02.07 gemeinsam mit dem VHS-Kammerchor und Orchester einen Kantatengottesdienst in der Altstädter Nicolaikirche mit Aufführung der Bach-Motette "Wie schön leuchtet der Morgenstern".
Im September 2007 fand erneut ein „Mischwald 2007“ Konzert statt (s. Mischwald 2007 Konzertplakat (PDF 131KB)). Es waren die Chöre „Eine Frau für jede Tonart“, „Quintenkomplott“, der „MGV Harmonie Brackwede“ und natürlich Vocapella mit Stücken aus ihren aktuellen Programmen (s. Mischwald 2007 Programm (PDF 6 KB)) und gemeinsamen Liedern zu hören.
In den Herbstferien 2007 ging Vocapella wieder auf Chorreise - dieses Mal nach Portugal an die Algarve! Unter anderem fanden zwei Konzerte in der „Kirche auf den Klippen“ in Carvoeiro und im Hapimag-Club in Albufeira statt.
Im Dezember 2007 sang Vocapella gleich auf 2 Weihnachtsmärkten, einmal in Bielefeld-Deppendorf und, nach dem traditionellen Weihnachtssingen im Lutherstift, auf dem Markt in der Bielefelder Altstadt, wobei wieder für einen guten Zweck gesammelt wurde.
Das Jahreskonzert, unter dem Titel „Ich brech’ die Herzen..., Sonnen- und Schattenseiten der 20er Jahre“ fand im Januar und Februar 2008 statt (Handzettel). Der Chor sang nicht nur Stücke, die alle von den legendären Comedian Harmonists und den Nachfolgeensembles kennen, sondern auch Musik von Hanns Eisler, Hugo Distler und Kurt Weill (Dreigroschenoper), die diese Zeit auf eine ganz andere musikalische und menschliche Seite zeigt. Linda Laible, Sopran, sang hinreißend Zarah Leander-Lieder und am Flügel begleitete Heiner Breitenströter. Das Konzert wurde in Halle (Westf.) wiederholt und war auch hier ausverkauft (Handzettel).
An der „Nacht der Klänge“ in der Bielefelder Universität nahm der Chor im
Juni 2008 teil. Im Wechsel mit dem Frauenchor „Eine-Frau-für-jede-Tonart“
unterhielt er das zahlreiche Publikum mit Liedern aus dem Programm des letzten
Konzertes.
Im Dezember fand in der Bielefelder Johanniskirche ein Advents- und
Weihnachtskonzert mit Vocapella und dem Frauenchor statt. Beide Chöre sangen
vor aufmerksamem Publikum, das auch zum Mitsingen animiert wurde, Lieder, wie
„Steht auf und wacht“, „Wißt ihr noch, wie es geschehen“ und „Maria durch ein
Dornwald ging“.
„Zwischen Morgen und Abend“ hieß der Titel des nächsten Jahreskonzertes (Handzettel), was im Martin-Luther-Haus in Halle und im Ceciliengymnasium im Februar und März 2009 gesungen wurde. Da ging es wieder quer durch die Musikliteratur von „Wach auf, meins Herzens Schöne“ über „Die Schlacht am kalten Büffet“ bis zu „Brahms: Nachtwache I und II“ und „Draw on, sweet night“ von John Wilbye, einem englischen Komponisten vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Zwischen den Stücken interpretierte Bernd Weidtmann Gedichte von E. Hachfeld, K. Tucholsky, E. Kästner u.a., passend zu den gerade besungenen Tageszeiten.
In den Herbstferien 2009 fuhr der Chor nach Dresden. 2 Konzerte fanden dort statt, ein hauptsächlich geistliches in der Dreikönigskirche (Handzettel) und ein weltliches im Dresdener Kulturrathaus (Handzettel). Außerdem standen Besichtigungen (z.B. Stadtführung, Semperoper, Schloß Pillnitz) auf dem Programm und die Geselligkeit kam auch nicht zu kurz.
Anfang 2010 konzertierte der Chor mit einem Konzert, in dem ausschließlich Madrigale (s. Konzertplakat, Handzettel, Texte/Übersetzungen) gesungen wurden. Diese Musikgattung hatte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Europa ihre Blütezeit und beschäftigt sich mit Szenen aus der Natur, der Götterwelt, der Liebe, der Liebe und der Liebe...
Und es geht weiter...